PM: Zu wenig bezahlbarer Wohnraum – trotz Bauboom

11. August 2017

  •  FDP für Bürokratieabbau bei Bauvorschriften

Allendorf – Gut gelaunt führt Geschäftsführer Christian Maruschka den Vizepräsidenten des Hessischen Landtags, Wolfgang Greilich, durch die frisch renovierten Musterhäuser auf dem Firmengelände von Franz & Lotz in Allendorf. Vor allem die aktuelle Auftragslage der Firma bereite Grund zur Freude. „Der Bauboom ist unbestreitbar, unsere Branche ist voll ausgelastet. Da gibt es keinen Grund zu klagen“, so der Geschäftsführer. Bis in das nächste Jahr hinein seien die Auftragsbücher prall gefüllt.

Das freut auch den FDP-Politiker, insbesondere da Franz & Lotz ausschließlich mit heimischen Handwerksbetrieben zusammenarbeitet. „Das ist ein gutes Zeichen für unsere regionale Wirtschaft“, so Greilich. Jedoch ist trotz der hohen Bautätigkeit der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum weiterhin hoch. „Da drückt noch der Schuh“, so Greilich. „Hier muss die Landespolitik aktiv werden, sodass nicht nur hochpreisiger Wohnraum geschaffen wird, sondern auch kleine und mittlere Einkommen in die Lage versetzt werden, Eigentum zu erwerben“, so Greilich weiter. Das ist auch im Interesse der Firma Franz & Lotz, deren klassischer Kundenkreis die junge Familie, Anfang 30 mit zwei Kindern, sei. „Wir helfen unseren Kunden bereits bei der Suche nach einem günstigen Bauplatz und versuchen durch innovative Planung und Raumaufteilung die Baukosten so niedrig wie möglich zu halten. Jedoch treiben immer höhere Standards und Vorgaben die Baukosten in die Höhe, sodass die wohlfeile Forderung nach bezahlbarem Wohnraum von der Politik selbst konterkariert wird“, berichtet Christian Maruschka.

Dem pflichtet der liberale Landtagsabgeordnete Greilich bei: „Die Vorgaben und Auflagen sind in den letzten Jahren immer weiter verschärft worden, sodass hier inzwischen die Spitze erreicht ist. Bestehende Vorgaben zu reduzieren gestaltet sich oft schwierig. Die Freien Demokraten im Hessischen Landtag arbeiten aber intensiv daran, dass im Zuge der Novellierung der hessischen Bauordnung die Standards nicht noch weiter verschärft werden, sondern insbesondere Erleichterungen für das Bauen im Bestand und in gewachsenen Ortsstrukturen geschaffen werden.“

Greilich weiter:

„Auch der von uns Freien Demokraten geforderte Freibetrag auf die Grunderwerbssteuer von 250.000 Euro pro Person für die erste selbstgenutzte Wohnimmobilie würde gerade junge Familien entlasten und ihnen den Weg zum Eigenheim erleichtern. Denn Eigentum ist eine wichtige Säule zur Altersvorsorge und das sollen sich nicht nur Spitzenverdiener leisten können. Die von uns geforderte Entlastung junger Familien um bis zu 30.000 Euro würde dazu beitragen, Vermögen gerade bei unteren und mittleren Einkommensgruppen zu schaffen. Das ist auch sozialpolitisch sinnvoll.“